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Sporttest Polizei Baden-Württemberg

Der Sporttest der Polizei Baden-Württemberg ist optional und muss nur von Bewerberinnen und Bewerbern im Zuge des Auswahlverfahrens durchgeführt werden, für die die Vorlage des Deutschen Sportabzeichens nicht möglich ist. Ist dies der Fall, wird noch vor dem eigentlichen Termin zum Auswahltest ein 3.000 Meter-Lauf, in der für das jeweilige Alter vorgegebenen Zeit des „Deutschen Sportabzeichens in Silber“, absolviert. Wer die jeweilige Zeit nicht schafft, scheidet aus dem Auswahlverfahren aus.

Der Sporttest bei der Polizei Baden-Württemberg

Egal ob Du Dich für den mittleren oder den gehobenen Dienst bewirbst: Das Bestehen des Sporttests – entweder durch Vorlage des Sportabzeichens oder Erbringung des 3.000 Meter-Laufs – ist Pflicht für die Teilnahme am Auswahlverfahren. Bestehst Du ihn nicht, gilt das gesamte Auswahlverfahren als nicht bestanden. Dass Du die sportlichen Voraussetzung für die Bewerbung erfüllst, kannst Du der Polizei Baden-Württemberg auf zwei unterschiedliche Wege im Auswahlverfahren beweisen.

Sportabzeichen oder 3.000 Meter-Lauf

Weg Nr. 1:

Wenn Du bereits das Deutsche Sportabzeichen in Bronze oder höher besitzt, dann hast Du die sportlichen Anforderungen für die Bewerbung bereits erfüllt. Das Deutsche Sportabzeichen in Bronze ist für die Polizei Baden-Württemberg Nachweis genug, dass Du körperlich fit bist für die Polizei.

Weg Nr. 2:

Wenn Du das Deutsche Sportabzeichen in Bronze bis zu Deiner Bewerbung noch nicht hast, kannst Du es noch nachholen und bis zum Bewerbungsschluss vorlegen. Sollte dies nicht der Fall sein, musst du im Rahmen des Auswahlverfahren ein 3.000 Meter-Lauf absolvieren.

Sporttest Polizei Baden-Württemberg

Deutsches Sportabzeichen

Für die Polizei Baden-Württemberg muss das Deutsche Sportabzeichen mindestens in Bronze (Aus­nah­me: die Lauf­leis­tung im Be­reich Aus­dau­er muss in Sil­ber ab­ge­legt wer­den) erbracht werden und im Original oder als beglaubigte Kopie der Bewerbung beigelegt sein. Zudem darf das Deutsche Sportabzeichen nicht älter als 12 Monate und die Einzelleistungen müssen aus der Urkunde ersichtlich sein. Andernfalls sind zusätzlich Prüfkarten mit den Einzelleistungen einzureichen. Das gilt auch, wenn Du noch keine Urkunde hast – Du musst sie später aber nachreichen.

Mindestleistungen Sportabzeichen in Bronze

Übung: 3.000 m-/800 m Lauf mind. „Sil­ber­leis­tung“ der je­wei­li­gen Al­ters­stu­fe

Übung: frei­ge­stellt mind. „Bron­ze­leis­tung“ der je­wei­li­gen Al­ters­stu­fe

Übung: 100 Meter-Lauf mind. „Bron­ze­leis­tung“ der je­wei­li­gen Al­ters­stu­fe

Übung: frei­ge­stellt mind. „Bron­ze­leis­tung“ der je­wei­li­gen Al­ters­stu­fe

Jede Kategorie wird einzeln bewertet. In jeder Disziplin musst Du mindestens die Leistungsstufe Bronze erreichen (Aus­nah­me: die Lauf­leis­tung im Be­reich Aus­dau­er muss in Sil­ber ab­ge­legt wer­den), um dem Sporttest der Polizei Baden-Württemberg zu genügen.

3.000 Meter-Lauf im Auswahlverfahren

Wenn Du das Deutsche Sportabzeichen in Bronze oder höher bei Deiner Polizeibewerbung noch nicht nachweisen kannst, dann musst Du Rahmen des Auswahlverfahrens einen 3.000 Meter-Lauf absolvieren. Die­ser fin­det noch vor dem eigentlichen Auswahlverfahren an ei­nem se­pa­ra­ten Ter­min im Wald­sta­di­on in Nuf­rin­gen statt. Die erforderliche Mindestleistung, die Du für die 3.000 Meter erfüllen musst, entspricht der Silberleistung der je­wei­li­gen Al­ters­stu­fe aus dem Deut­schen Sport­ab­zei­chen. 

Anforderungen 3.000 Meter-Lauf

Die Leistungen, die Du beim 3.000 Meter-Lauf für das Deutsche Sportabzeichen und somit auch für den Sporttest der Polizei Baden-Württemberg erbringen musst, unterscheiden sich noch einmal je nachdem wie alt Du bist und ob Du männlich oder weiblich bist. 

unter 18 Jahre

  • Frauen: 18:50 min
  • Männer: 15:50 min

18 - 19 Jahre

  • Frauen: 18:50 min
  • Männer: 15:50 min

20 - 24 Jahre

  • Frauen: 18:20 min
  • Männer: 15:20 min

25 - 29 Jahre

  • Frauen: 18:40 min
  • Männer: 15:40 min

30 - 34 Jahre

  • Frauen: 19:30 min
  • Männer: 16:30 min

Tipps zur Vorbereitung auf den Sporttest

Sicher fragst Du Dich, wie Du Dich am besten auf den Sporttest vorbereiten kannst. Es macht natürlich Sinn, rechtzeitig mit dem Training zu beginnen. Ohne Training wirst Du sicher keinen 3000 Meter-Lauf in einer guten Zeit schaffen. Dass Du Dich gewissenhaft vorbereitest ist umso wichtiger vor dem Hintergrund, dass Du den Sporttest unbedingt bestehen musst, um im Auswahlverfahren bleiben zu können. Nur wie bereitet man sich auf eine solch herausfordernde Prüfung am besten vor?

Wir möchten Dir hier wertvolle Tipps mit auf den Weg geben.

1. Rechtzeitige Vorbereitung

Natürlich solltest Du Dich auf den Sporttest gewissenhaft vorbereiten. Ohne Vorbereitung wirst Du den hohen Anforderungen vermutlich nicht gewachsen sein. Dein Herz-Kreislauf-System und Deine Muskeln sollten sich behutsam an die Dauerbelastung gewöhnen. Wenn Du das Training übers Knie brichst riskierst Du nur, dass Du Dich verletzt. Gehe es besser langsam an. Fange auf jeden Fall früh genug mit den Vorbereitungen an, mindestens 6 Wochen vor der Prüfung. Du musst dabei nicht permanent das Laufen an sich trainieren. Auch andere Ausdauersportarten wie Radfahren, Schwimmen helfen Dir, Deine Ausdauer zu steigern. Nur durch gezieltes Training, das vorsichtig immer herausfordernder wird, erhöhst Du Dein Leistungsniveau stetig. Steigere Deine Ziele lieber langsam – Deinem Körper zu liebe.

2. Abwechslung im Training

Vielleicht denkst Du, dass es sinnvoll ist, jeden Tag eine bestimmte Strecke zu laufen. Wenn Du aber jeden Tag die gleiche Strecke mit der gleichen Geschwindigkeit laufen würdest, dann hättest Du sehr schnell Deine maximale Leistungsfähigkeit erreicht. Es macht daher Sinn, Abwechslung in Dein Training zu bringen. Variiere zum Beispiel die Strecken, laufe häufiger mal neue Wege. Wenn Du den Weg zum wiederholten Mal läufst, dann variiere mal die Geschwindigkeit. Gehe zwischendurch ein Stück, nimm das Tempo auch mal raus um danach wieder Vollgas zu geben. Das kannst Du sogar in Form eines Intervalltrainings trainieren. So kannst Du zum Beispiel schnelle Sprints immer wieder mit ruhigerem Gehen abwechseln. Auf diese Weise kannst Du Deinen Körper jeden Tag neu herausfordern. Und außerdem wird es Dir beim Training sicher nicht langweilig.

Tipp: Versuche Deine Laufstrecken auf weichem Boden auszusuchen. Wenn Du auf Asphalt läufst, dann kann das Deinen Muskeln und Gelenken schaden. Wenn Du die Möglichkeit hast auf einem Sportplatz oder z.B. im Wald zu laufen dann gehst Du kein so großes Risiko ein.

3. Gute Laufschuhe

Um Deine Laufschuhe hast Du Dir bisher keine großen Gedanken gemacht? Du trägst sie seit Jahren beim Sport? Dann wird es Zeit, Dich dem Thema anzunehmen. Denn mit solchen alten Latschen zu trainieren bremst Deine Leistung und kann Deinem Körper sogar schaden. Oft ist nach einiger Zeit die Dämpfung nicht mehr in Ordnung. Wenn die Dämpfung in Deinen Laufschuhen nicht mehr wirkt, dann kann das Laufen Deinen Gelenken schaden. Wann, wenn nicht jetzt, ist eine gute Gelegenheit sich für den Sport professionell auszustatten? Es wird sich auszahlen.

4. Richtig Aufwärmen

Es ist sicher nichts neues für Dich: vor dem Laufen sollte man seine Muskeln immer aufwärmen. Die meisten Läufer laufen trotzdem einfach los um Zeit zu sparen. Sie schaden damit ihrer Muskulatur und provozieren zudem einen Muskelkater. Wärme Dich lieber ca. 15 Minuten lang auf, bevor Du los läufst. Das kannst Du zum Beispiel mit speziellen Aufwärmübungen machen.

Tipp: Nach dem Laufen solltest Du locker auslaufen und Deine Muskulatur noch ein wenig dehnen.

5. Regenerationsphasen einhalten

Durch Belastung wird unser Köper dazu veranlasst, sich auf eine erneute ähnliche Belastung vorzubereiten. Dadurch steigt bei kontinuierlicher Belastung auch Dein Leistungsniveau. Das heißt: je häufiger Du trainierst, desto fitter wirst Du. Ein Argument für kontinuierliches Training. So weit so gut. Allerdings braucht der Körper für diese Leistungssteigerung auch eine gewisse Zeit. Zwischen den Reizungen muss Dein Körper sich immer wieder regenerieren können. Er braucht dafür regelmäßige Trainingspausen. Trainiere lieber 4-5 Mal die Woche und mach zwischendurch immer wieder 1 Tag Pause. Wenn Du Deinen Körper überforderst und ihm keine Regenerationszeiten gönnst, dann wird Dein Leistungsniveau eher sinken als steigen.

6. Belastungssteuerung

Vermutlich spielst Du mit dem Gedanken, kurz vor dem Einstellungstest noch einmal so richtig Gas zu geben. Am Ende willst Du vielleicht das Training noch einmal so intensivieren, dass Du am Tag an dem es drauf ankommt, auch wirklich top fit bist. An dieser Stelle solltest Du aufpassen: wenn Du Dich am Ende kurz vor dem Testtag überforderst, dann wirst Du nicht in der Lage sein zu glänzen, wenn es drauf ankommt. Sei generell nicht zu streng mit Deinem Körper. Wenn er Dir einmal signalisiert, dass er eine Pause braucht, dann gönne sie ihm. Tust Du das nicht, dann könnten Verletzungen oder schlimmere Dinge die Folge sein. Bist Du krank, dann trainiere auf keinen Fall.

Wir hoffen, dass wir Dir mit unseren Tipps helfen konnten, Dich bestmöglich auf Dein Sporttest für das Auswahlverfahren bei der Polizei Baden-Württemberg vorzubereiten und drücken Dir für Deine Polizei-Karriere ganz fest die Daumen!

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Polizei Testvorbereitung

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